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Weltweit benutzen derzeit etwa 130 Millionen Frauen ein Intrauterinpessar (IUP) zur
Empfängnisverhütung. Die heute gebräuchlichen IUP ähneln nicht mehr dem 1960 entwickelten
spiralförmigen Modell, werden jedoch immer noch als Spirale bezeichnet.
Die unterschiedlichen Wirkweisen der IUP's:
1. Multiload®
Der Schaft dieses IUPs ist mit einem feinen Draht aus reinem Kupfer umwickelt, der eine
Oberfläche von 300 mm2 aufweist. Im Schaft ist ein flexibler Kunststoffaden ohne Knoten
eingebettet. Dieser Faden dient zur Kontrolle der Anwesenheit des IUP und zu seiner Entfernung
bei Kinderwunsch bzw. Austausch nach Ablauf der Liegezeit. Eine Schwangerschaft ist nach der
Entfernung sofort möglich.
Es werden ständig sehr geringe Mengen an Kupferionen freigesetzt, die die Samenfäden in
ihrer
Beweglichkeit entscheidend beeinträchtigen und die Befruchtung der Eizelle verhindern. Sollte
es doch zu einer Befruchtung der Eizelle kommen, so wird die befruchtete Eizelle daran gehindert
sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten.
Der Pearl-Index (Häufigkeit der Schwangerschaften) beträgt bis 0,6. Dies bedeutet, dass von
100 Frauen, die ein Jahr dieses IUP benutzen, weniger als eine Frau schwanger wird.
2. Mirena®
Hierbei handelt es sich um ein hormonabgebendes IUP. Das bedeutet, dass kontinuierlich eine geringe Hormonmenge
vom IUP abgegeben wird,
die die Gebärmutterschleimhaut, den Eileiter und das Zervixsekret
beeinflusst. Der Hormongehalt
ist im Durchschnitt 5 - 10fach niedriger als bei der Minipille und 20 - 60fach niedriger als
bei oralen Hormonpräparaten. Die Gebärmutterschleimhaut wird lokal derart beeinflusst,
dass ihr
Wachstum vermindert wird. Dies erklärt auch die geringere Blutungsintensität bei der Periode.
Dieser Effekt kann sogar soweit gehen, dass keine Menstruationsblutung mehr erfolgt. Dies ist
reversibel, d.h. dass es nach der Entfernung des IUP wieder zur Menstruationsblutung kommt. Der
Östrogenspiegel wird nicht verändert, die Ovarialfunktion (Eisprung) bleibt erhalten. Lediglich
in den ersten 3 - 6 Monaten kann es zu Blutungsunregelmäßigkeiten, z.B. Zwischenblutungen,
kommen. Das IUP kann bis zu 5 Jahren liegen bleiben. Der Pearl-Index liegt bei 0,14.
Das Einsetzen des IUP's
Das IUP wird in die Gebärmutter eingelegt. Vor der Einlage eines IUP untersucht Sie Ihr Arzt,
um die Größe und Lage der Gebärmutter zu bestimmen. Die richtige Lage des IUP wird anschließend
mit dem Ultraschall überprüft.
Der Empfängnisschutz besteht sofort nach Einlage.
Nach der Einlage sollte eine Kontrolle nach der ersten Menstruation und mindesten in
halbjährlichen Abständen erfolgen.
In seltenen Fällen kann es während der Einlage zu leichten Blutungen, Krämpfen oder zu einer
kurzen Ohnmacht kommen. Im allgemeinen verstärken sich Regelschmerzen und -krämpfe wegen der
Form, Kleinheit und Flexibilität des IUP nicht.
Verlängerte Menstruations- und Schmierblutungen können während der ersten Monate nach Einlage
eines IUP auftreten.
Bitte lesen sie sorgfältig den Gebrauchsinformation zu ihrem IUP.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Den Inhalt dieses Informationsblattes habe ich sorgfältig gelesen und verstanden. Mein Arzt hat
mich über diese Art der Empfängnisverhütung umfassend aufgeklärt. Ich wurde über die Wirkungsweise, die
Höhe der Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, das Risiko einer Ausstoßung des IUP sowie auf
mögliche Nebenwirkungen hingewiesen.
Datum: .......................
Unterschrift: ...........................................
Dieses Formular können Sie ausdrucken und zum Arzttermin mitbringen.
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