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Dr. med. Franz Prohaska
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Implanon - Ein Hormonstäbchen zur Schwangerschaftsverhütung |
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OBERHESSISCHE PRESSE vom Montag, 17. April 2000 Nachstehend ist der Text des Berichtes wiedergegeben. Sie
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Marburg. Mit dem Präparat "Implanon" wird es in diesem Jahr eine neue Methode der Empfängnisverhütung geben natürlich wieder für die Frau. Ein Bericht von Silke Dümpelmann Ein kleines Hormonstäbchen, das innerhalb weniger Minuten in den Oberarm eingesetzt wird, schützt drei Jahre einfach und sicher vor der Schwangerschaft. Julia E. Böckler hatte seit vier Jahren die "Pille" genommen - jetzt will die 19-jährige Marburgerin auf "Implanon" umsteigen. "Dann muß ich nicht immer abends oder im Urlaub an die Einnahme denken", begründet Böckler ihre Entscheidung. Nachdem die junge Frau im Fernsehen und Zeitschriften von dem neuen Verhütungsmittel erfahren hatte, fragte sie bei ihrem Frauenarzt, Dr. Franz Prohaska, nach. "Das Präparat ist in Deutschland zwar schon zugelassen, aber hier noch nicht zu bekommen", sagt der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe aus Marburg. Um interessierten Frauen das neue Verhütungsmittel zur Verfügung zu stellen, muss es aus Österreich oder aus der Schweiz re-importiert werden. Doch spätestens im Herbst diesen Jahres soll "Implanon" auch in deutschen Apotheken vertrieben werden. Nach einer örtlichen Betäubung schiebt Prohaska das Hormonstäbchen an der Innenseite des Oberarms direkt unter die Haut. Böckler schaut ungerührt zu, als das vier Zentimeter lange und zwei Millimeter dicke Stäbchen in ihrem Oberarm verschwindet: "Ich spüre nichts", versichert die Auszubildende. Um den Eingriff sicher und schnell vorzunehmen, hatte der Frauenarzt zuvor ein spezielles Trainingsprogramm bei der Herstellerfirma Nourypharma in Oberschleißheim durchlaufen. "Dieses Verhütungsmittel ist in jedem Alter anwendbar", erklärt Dr. Prohaska: "Auch bei möglichen Operationen mit kürzeren Liegezeiten ist das Mittel so schwach, das es nicht entfernt werden muss". "Implanon" ist ein reines Gelbkörperpräparat mit dem Wirkstoff Etonogestrel, das den Eisprung mit einer 100-prozentigen Sicherheit verhindert. Im Gegensatz zur "Pille" enthält es aber kein Östrogen und unterdrückt aus diesem Grund nicht die körpereigene Östrogen-Produktion: Kopfschmerzen, Gewichtszunahme oder Verlust der Libido - klassischen Nebenwirkungen der "Pille" - treten bei dem Implantat kaum auf. Böckler ist nach dem Eingriff rundum zufrieden - auch wenn die Marburgerin die Kosten für das Präparat selbst übernehmen muss. Denn wie bei anderen Verhütungsmitteln auch, bezahlen die Krankenkassen weder das Hormonstäbchen, noch den Eingriff. Böckler lässt sich ihre dreijährige Sicherheit in puncto Schwangerschaft einiges Kosten: Etwa 600 Mark entfallen auf "Implanon" inklusive der Eingriffskosten. "Ich habe mir das genau ausgerechnet", sagt die 19-Jährige: "Für die Pille würde ich in diesem Zeitraum dasselbe bezahlen müssen." |
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