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Die neueste Entwicklung im Piercing ist der Dermal Anchor (Mikrodermal). Dabei wird der Piercingschmuckes subdermal (unter der Haut) verankert, so dass die sonst typischen sichtbaren Ein- und Austrittsstellen des Piercings nicht mehr sichtbar sind.
Der Dermal Anchor besteht aus einem waagrechten Plättchen und einem dazu senkrechten Stab mit Innengewinde. Das Plättchen liegt unter der Haut und der Stab schließt im Idealfall so mit der Hautoberfläche ab, dass nur das Ende des (Innen-) Gewindestabs nach außen ragt und zu sehen ist. In dieses Innengewinde kann man dann verschiedene Aufsätze und Schmuckplatten, mit und ohne Kristallsteine, eindrehen. Man sieht also nur den Schmuck, nicht die Verankerung bzw. die Ein- und Austrittsstellen der Verankerung.
Risiken und Gefahren
- Wie auch bei herkömmlichen Piercings besteht die Hauptgefahr in einer Wundinfektion, die sich auch abkapseln und einen zusätzlichen chirurgischen Eingriff nötig machen kann.
- Narbenbildung
- in sehr seltenen Fällen kann es zu einer Blutvergiftung kommen
- eine Abstoßungsreaktion des Metalls ist möglich
Durch hochstehenden Schmuck kann durch Hängenbleiben z. B. an der Kleidung der Anchor herausgerissen werden.
Gerade in den ersten 14 Tagen befindet sich der Anchor noch locker unter der Haut.
Heilung nach dem Piercen
Der Heilungsverlauf nach dem Setzen des Dermal Anchors kann zu einem großen Teil vom Träger mit beeinflusst werden. Je nach Pflege und Beschaffenheit der Haut an der gepiercten Körperstelle kann die Heilung schneller erfolgen oder längere Zeit beanspruchen. Der durchschnittliche Heilungszeitraum liegt zwischen 3 - 6 Wochen.
Die ersten 2 - 3 Wochen nach dem Piercing sollte auf den Besuch von Saunen, Schwimmbädern, Solarien, Baggerseen etc. verzichtet werden.

3. Tag nach dem
Piercen
5. Tag nach dem Piercen
Pflege des Dermal Anchors
Ein Anchor sollte – wie jedes andere Piercing auch - gut gepflegt werden, damit sich kein Entzündung einstellt.
Zur Reinigung der gepiercten Hautstelle ist klares Wasser, pH-neutrale Seife oder eine Kamillelösung (Kamillosan) gut geeignet. Vor jeder Manipulation sollte man sich gründlich die Hände waschen. Verkrustungen vorsichtig mit einem Wattestäbchen und etwas warmem Wasser entfernen!
Mit einem mildes Antiseptikum (Octenisept, Prontolind TP) sollte der Anchor täglich gepflegt werden. Das Antiseptikum aufsprühen und durch leichten Druck und ganz leichte (!) kreisende Bewegungen in den Stichkanal einbringen.
Oraler Kontakt oder zu starkes Spiel mit dem Anchor sollten vermieden werden.
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