Dr. med. Franz Prohaska
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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Amniozentese

Trisomie 21, das Down-Syndrom

Die häufigste spontan auftretende Erbsubstanzstörung (Chromosomenstörung) ist die Trisomie 21 (Down-Syndrom). Das Risiko für eine Trisomie 21 ist auch vom mütterlichen Alter abhängig. Es steigt mit zunehmendem Alter der Mutter an.


Altersabhängiges Risiko, ein Kind mit Down-Syndrom zu entbinden:

Alter der Mutter [Jahre]
20
25
30
32
34
36
38
40
42
44
Risiko einer Trisomie
1:1526
1:1351
1:894
1:658
1:445
1:280
1:167
1:96
1:55
1:30


Säugling mit Down-Syndrom
Baby mit Down-Syndrom


Die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt beim Vorliegen einer Trisomie 21 nimmt im Verlauf der SS ab, da viele dieser Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt enden.

Untersuchungen zur Abschätzung des Trisomie 21-Risikos / Down-Syndrom-Früherkennung

1. Ultraschalluntersuchung
Im Verlauf jeder Schwangerschaft wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen in der 12.-14. SSW eine erste Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Aufgrund des Ultraschallbefundes, wobei der Messung der sogenannten "Nackentransparenz" eine besondere Bedeutung zukommt, kann unter Berücksichtigung des mütterlichen Alters sowie bestimmter Blutwerte (PAPP-A und ß-HCG) das Risiko einer Trisomie 21 geschätzt werden. Diese Schätzung basiert auf den Daten von mehr als 100000 komplettierten Schwangerschaften. Darüber hinaus können weitere schwerwiegende Fehlbildungen ausgeschlossen werden.

2. Blutwerte
Die Kosten für die Bestimmung der mütterlichen Blutwerte (PAPP-A und ß-HCG)  von ca. 35 € werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen selbst getragen werden. (Die Rechung erhalten Sie direkt vom Labor). Eine weitere Ultraschalluntersuchung sollte in jedem Fall in der 21.-22. SSW durchgeführt werden.

Die Bestimmung der mütterliche Blutwerte und der "Nackentransparenz" im Ultraschall ist zur Zeit die zuverlässigste nicht-invasive Methode das Trisomierisiko bzw. die Trisomiewahrscheinlichkeit zu ermitteln.

Wir sind eine von der Fetal Medicine Foundation (FMF) Deutschland zertifizierte Praxis für die Down-Syndrom-Früherkennung.

Durch die spezielle ULTRASCHALL-Untersuchung kombiniert mit dem BLUTTEST ist eine 90%ige Vorhersage des Risikos möglich.
3. Amniozentese (Fruchtwasserentnahme)
Um eine Erbsubstanzstörung definitiv auszuschließen oder zu bestätigen, muss eine invasive Methode, in der Regel eine Amniozentese (Fruchtwasserentnahme), eingesetzt werden. Das Fruchtwasser wird einer Chromosomenanalyse (pränatale Diagnostik) zugeführt.
Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert nur einige Minuten. Eine Kanüle mit einer sehr dünnen Nadel wird durch die Bauchdeckenwand und Gebärmutterwand in die Fruchthöhle vorgeschoben und 15-20 ml Fruchtwasser werden entnommen. Die Durchführung erfolgt unter permanenter Ultraschallkontrolle und ist relativ schmerzarm.
Generell besteht bei der Fruchtwasserentnahme, die zwischen der 14. und 16. SSW durchgeführt werden sollte, ein Fehlgeburtsrisiko von 0,5 %.Karyogramm
  Chromosomenanalyse
Fruchtwasserentnahme   Fruchtwasserentnahme


Weitere Informationen über das Erkrankungsbild und Down-Kinder sowie Hilfe und Kontakt erhalten Sie über

www.ds-infocenter.de




Zeichnung eines Down-Kindes

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